Die Scheuerner wollte ihre Kapelle zuerst an die Banngrenze zwischen Neuerburg und Scheuern bauen. Sie fuhren Holz und Steine dahin. Aber am nächsten Morgen lagen Holz und Steine in der Dorfmitte.

Da meinten die Scheuerner, man habe ihnen einen Schabernack gespielt. Sie fuhren das Material wieder zurück. Nachts schliefen einige Männer auf dem Holz. Morgens lagen sie dann mit den Steinen und dem Holz in der Dorfmitte und waren es nicht gewahr worden.

Da errichteten sie die Kapelle in der Dorfmitte. An der Banngrenze aber errichteten sie ein Kreuz, das heute noch zu sehen ist.

© 1966 Hans Theis, Neuerburg